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Was bei der Kommunikation zu beachten ist.

"Vom Wissen zum Handeln ..." 

Wissenswertes für Aktionsorganisatoren und Multiplikatoren 


 

"Vom Wissen zum Handeln ..."   

...ist es ein weiter Weg. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, dass jeder Mensch nach seinem Wissen handelt, so zeigt sich doch bei näherem Hinsehen, dass es keineswegs so ist:

  • Raucher wissen, dass es gesundheitsschädlich ist zu rauchen. Dennoch tun sie es - wider besseres Wissen.
  • Menschen, die sich zu dick fühlen, wissen was zu tun ist, um abzunehmen. Aber auf Dauer schlanker werden die wenigsten.

Offenbar müssen noch ein paar Dinge zusammenkommen, damit Wissen in Handeln umgesetzt wird:

Die Zusammenhänge illustriert das folgende Modell:

Für nähere Informationen zu den einzelnen Handlungsfaktoren klicken Sie auf die entsprechenden Begriffe.


 

Wissen   

Um richtig handeln zu können, muss jeder natürlich wissen, wie man sich richtig verhält. Im Fall des energiesparenden Verhaltens im Büro kann das je nach technischer Ausstattung unterschiedlich sein. Die energyoffice-Vorschläge für Initiativen zur Realisierung von nicht-investiven Energiesparmaßnahmen geben den Organisatoren Gelegenheit, nur das Wissen zu vermitteln, was auch wirklich im Büro umgesetzt werden kann.
 

Einstellung   

Damit die Personen auch so handeln, wie sie es wissen, müssen sie die Handlung erst einmal gut und sinnvoll finden.
 

Verhaltensangebote   

Natürlich muss es überhaupt möglich sein, sich in einer bestimmten Weise zu verhalten. Es hat wenig Sinn, jemandem das Wissen über richtiges Heizen und Lüften zu vermitteln, wenn er in einem Büro arbeitet, dessen Heizkörper nicht mit einem Thermostat ausgestattet ist.
In jedem Büro sind jedoch genug Handlungsmöglichkeiten zum energiesparenden Verhalten vorhanden. Sie müssen im Rahmen der Initiativen ermittelt und vermittelt werden.
 

Konsequenzen   

Ein Grundproblem des energiesparenden Handelns ist, dass die Effekte nicht wahrnehmbar sind. Wenn jemand zum Beispiel durch bewußtes An- und Abschalten der Bürobeleuchtung Strom einspart, kann er die Effekte nicht sinnlich wahrnehmen. Im Rahmen der Initiativen werden nach Möglichkeit Energiespareffekte für einzelne Handlungen benannt. Aber auch die so vermittelten Effekte bleiben notwendigerweise abstrakt.
 

Anreize   

Anreize können materieller und immaterieller Art sein. Anreize wirken dann am besten, wenn sie unmittelbar im Anschluß an die gewünschte Handlung wirken. Hierbei spielt die Höhe der Belohnung eine eher untergeordnete Rolle.

Bei den energyoffice-Initiativen sind Anreize schwer einzubauen. Meistens ist es nicht möglich, den Gebäudenutzern einen Teil der erzielten finanziellen Einsparungen zur freien Verfügung auszuloben. Auch würde solch eine "Belohnung" nicht in direktem Zusammenhang mit der Sparhandlung stehen.

Als immmaterielle Anreize können bei den Initiativen die umweltschützenden Folgen energiesparenden Handelns thematisiert werden. Mit guter Pressearbeit kann man auch öffentliche Aufmerksamkeit für die Initiative erzielen, was auch als Anreiz wirken kann.
 

Wissenswertes für Aktionsorganisatoren und Multiplikatoren   

Wenn engagierte Personen sich entschließen, mit ihrem Wissen, dass es Energiesparpotentiale im nicht-investiven Bereich gibt, zu handeln, d. h. es an die Mitmenschen weiterzugeben, sollten sie ein paar Dinge beachten:

Wer sich fürs Energiesparen im Büro engagiert, sollte:

  • vermeiden, seine Kolleginnen und Kollegen zu belehren ("Wisst Ihr eigentlich nicht, dass...") oder
  • zu moralisieren ("Ihr Ignoranten musst was tun. Der Umwelt geht es schlecht."),
  • vermeiden, zum Verzicht üben aufzurufen,
  • das richtige Maß wählen. Die Angesprochenen sollten nicht von der Informationsfülle erschlagen werden.

Betont werden sollte bei dem Engagement:

  • dass bewußtes Handeln im Büro tatsächlich zu Einsparungen führt,
  • dass es gleichzeitig ein Beitrag zum Umweltschutz ist,
  • dass eigene Ideen und Vorschläge der Adressaten gefragt sind.

Kurzum: Es muss der Glaube gestärkt werden, dass eigenes Engagement was bringt.